Naturschutzgebiet Marais
Ein interessanter Lebensraum und Raststätte für Zugvögel nach einem Höhenflug
Dieses Gebiet
verläuft ein kurzes Stück an den Ufern der Dora Baltea und der dazugehörenden Schwemmlandebene und
weist den typischen Pflanzenbewuchs wassererreicher Landschaften
auf. Im Wald sind Arten wie Silbererle, Silberweide und Schwarzpappel vorherrschend, während im feuchten Unterholz die Kornelkirsche und das Mädesüss vertreten sind. Der östliche Bereich besteht aus Schilf, wobei vorwiegend das Schilfrohr
zusammen mit Sumpf-Kanariengras, Rohrkolben und die Rispen-Segge das Bild beherrschen. Zu diesem Naturschutzgebiet gehört der prioritäre Lebensraum "Foreste alluvionali residue di Alnion glutinoso-incanae". Das Gebiet dient vorwiegend
als Rastplatz für wassergebundene Zugvögel; zusammen mit “Les Iles” in Saint-Marcel, wenn auch von etwas geringerem Wert, ist dieser Platz für zahlreiche Wasservögel ein wichtiger Zufluchtsort in einer Region des Gebirgsmassivs: Dieses Gebiet wird von den Zugvögeln heimgesucht, die ihrenHauptflugweg verlassen und daher die Alpen an ihrer höchsten Stelle überqueren müssen. Zu den hier nistenden Vogelarten gehören: Stockenten, Teichhuhn, Bachstelze, Kuckuck, Sumpfrohrsänger und Mönchsgrasmücke. Im Frühling und im Herbst kann man mit etwas Glück sogar folgende seltene Gäste beobachten: Tauchente, Haubentaucher
, Graureiher, Purpurreiher, Rohrdommel, Reiherente, Rohrammer, Wiedehopf, den kleinen Wasserläufer und die Möwe. Das Naturschutzgebiet (Gemeinden von Morgex und La Salle) wurde im Jahr 1992 gegründet und wird von der Dienststelle für Naturschutzgebiete des Referats für Landwirtschaft und natürliche Reichtümer geleitet. Es kann über die Staatsstraße SS26 in Richtung Courmayeur (kurz nach dem Wohnort La Salle, links) erreicht werden.




