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Römische Brücke von Pont-Saint-Martin

Die höchste römische Brücke mit nur einem Bogen

Wann das Bauwerk besichtigt werden kann: immer

Was man unbedingt gemacht haben sollte: Spaziergang über die Brücke

Wo befindet sich das Bauwerk: Zentrum von Pont-Saint-Martin (Piazza 4 Novembre)

Deshalb ist es einen Besuch wert: Die Brücke schmiegt sich an beiden Stirnseiten an die Felswände, ist ca. 20 Meter hoch und besteht aus einem einzigen Bogen von 35 Metern Länge.

Es ist ein imposantes Zeugnis der Romanisierung des Aostatals. Das Datum seiner Entstehung ist umstritten: Manche Datierungen gehen auf das Jahr 120 v. Chr., andere auf das Jahr 25 v. Chr. zurück. Am Fuß des Brückenfundaments sind noch Aushöhlungen im Stein zu sehen, an deren Stelle die für den Bau der Bogenbrücke notwendigen Holzbalken standen. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurden einige Eisenklemmen angebracht, um das Bauwerk zu stützen. Die volkstümliche Fantasie schreibt die
Errichtung der Brücke dem Teufel zu. San Martino, Bischof von Tours, traf bei der Rückkehr in seine Diözese auf das unüberwindliche Hindernis des Flusses Lys, der mit seiner Macht den einzigen Übergang zerstört hatte. Der Teufel schlug ihm vor, in nur einer Nacht eine solide Brücke zu bauen, und er forderte dazu im Austausch die Seele des ersten Passanten über die Brücke. Der Heilige nahm den Pakt an. Am nächsten Morgen warf er ein Stück Brot auf die andere Seite der Brücke, sodass der erste,
der die Brücke überquerte, kein anderer war, als ein ausgehungerter Hund. Der Teufel verschwand rasend vor Wut mit Blitzen und nach Schwefel riechenden Dunstwolken in der Lys, und das Volk behielt die Brücke. Aus dieser Legende hat sich bis heute eines der wichtigsten Motive des Karnevals von Pont-Saint-Martin entwickelt, der mit der Verbrennung einer Teufelspuppe unter der römischen Brücke endet.