Burg von Issogne
Sitz einer Metamorphose der Gotik zur Renaissance
Wann das Monument besichtigt werden kann: Siehe "weitere Informationen" am Seitenende
Was man unbedingt gesehen haben sollte: Freskomalereien (Lünetten) im Schlosshof, Saal der Barone, Zimmer des Königs von Frankreich
Wo sich die Burg befindet: Ortschaft Issogne
Deshalb ist es einen Besuch wert: Renaissance-Schloss, das Kunstschätze enthält
Geschichtliche Anmerkungen
Die bis 1379 zum Besitz der Bischöfe von Aosta
gehörige und von Ibleto di Challant gegen 1400 restaurierte und erweiterte Burg von Issogne erhielt zwischen 1490 und 1510 ihr heutiges Aussehen aufgrund der Restaurationsarbeiten durch Giorgio di Challant, dem Prior von S. Orso, der sie zu einem prächtigen Wohnsitz umbaute. Nach verschiedenen Besitzerwechseln ging sie 1872 in den Besitz des Malers Vittorio Avondo über, der sie restaurierte und dem Staat schenkte. Heute gehört die Burg der Regionalverwaltung.
Beschreibung
Im Burghof befinden sich die Wappen der Familie Challant und der mit ihr verbundenen Familien; in seiner Mitte
der berühmte Granatapfelbrunnen
aus Schmiedeeisen. Vom Burghof zweigt der Säulengang ab, dessen Lünetten mit Fresken verziert sind, die Alltagsszenen des 16. Jahrhunderts darstellen.
In der Burg sind folgende Räume zur Besichtigung freigegeben:
Im Erdgeschoss: Speisesaal, Küche und Saal der Barone, in dem man einen schönen Steinkamin mit dem Wappen der Challant neben einem Löwen und einem Greif, Malereien auf den Deckenbalken und Freskenmalereien an den Wänden bewundern kann.
Im ersten Stock: Kapelle, deren Spitzgewölbe fein verziert sind, mit Fresken auf den Wänden, einem vergoldeten gotischen Holzaltar mit Schnitzereien, ein flämisches Triptychon, die Zimmer der Gräfin und des Grafen Renato.
Im zweiten Stock: Das so genannte Zimmer "des Königs von Frankreich" mit einer Kassettendecke, die mit Lilien verziert ist und einem Kamin, über dem das Wappen der französischen Dynastie der Valois hängt; das so genannte Zimmer der "Cavalieri di San Maurizio" mit einer schönen Kassettendecke, auf die das Ordenskreuz gemalt ist.




