Festung Bard
Ein in der Vergangenheit uneinnehmbarer Ort öffnet sich für innovative Kultureinrichtungen
Â
Wann das Monument geöffnet ist: Siehe "weitere Informationen" am Seitenende.
Â
Was man unbedingt gesehen haben sollte: Waffenhof und umliegendes Panorama
Â
Wo sich die Burg befindet: Gemeinde Bard
Â
Deshalb ist es einen Besuch wert: Ein uneinnehmbares Verteidigungsbollwerk des 19. Jahrhunderts
Der Komplex der Festung und der Ortschaft Bard ist zu einem neuen Kulturzentrum der östlichen Alpen geworden. Dank der Sanierung der imposanten savoyischen Festung und einiger damit verbundener Bereiche wurde ein Projekt realisiert, das in einer einzigartigen Anlage innovative Kultureinrichtungen und in Zukunft auch Hotel- und Gaststättenbetriebe vereint. Schon zum Zeitalter des Teodorico (6. Jhd. n. Chr.) existierte in Bard eine Garnison, die die "Clausuræ Augustanæ" (Verteidigungssystem zum Schutz der Grenzen des Reichs) verteidigte. Im Jahre 1034 wurde Bard als "Inexpugnabile Oppidum" bezeichnet, eine der ältesten schriftlichen Erwähnungen einer Burg des Aostatals.
1242 übernahm das Haus Savoyen den Besitz der Freiherren von Bard. Im Jahre 1661 wurden in Bard die Waffen gesammelt, die aus anderen Festungen des Aostatals stammten, darunter Verrès und Montjovet. Anlässlich des Einzugs Napoleons wurde die Burg im Mai 1800 erneut zu einem wichtigen Schauplatz. Die Verteidigungsstrukturen der Festung waren derart effizient, dass das napoleonische Heer ungefähr zwei Wochen brauchte, um die österreichische Abwehr zu überwinden, was ihr nur mit List gelang. Die Festung wurde dann abgerissen, um weitere Gefahren zu vermeiden. Was wir heute sehen,
ist der durch Carlo Felice veranlasste Neubau, der ab 1830 aus der Festung eine starke militärische Abwehranlage machte. Am Ende des 19. Jahrhunderts begann der Verfall der Festung, die 1975 aus der militärischen Verwaltung entlassen wurde und 1990 von der Region Valle d'Aosta gekauft wurde. Die nach einer langen Restaurierung wieder eröffnete Festung beinhaltet das Alpinmuseum und wechselnde Ausstellungen.




